Der Name Buxtehude wird häufig mit Märchen und Sagen in Verbindung gebracht. Die bekannteste Geschichte ist gleichzeitig zum Wahrzeichen der Stadt geworden. Es handelt sich dabei um das aus dem 19. Jahrhundert stammende Märchen vom Wettlauf zwischen dem Hasen und dem Igel, das der niederdeutschen Schriftsteller und Verlegers Wilhelm Schröder unter dem Titel „Dat Wettlopen twischen den Haasen un den Swinegel op de lütje Haide bi Buxtehude“ zu Papier brachte.
In dem volkstümlich überlieferten Märchen treffen ein Hase und ein Igel aufeinander. Letzterer lacht den Igel wegen seiner krummen Beine aus, woraufhin der Geschmähte den Hasen zu einem Wettrennen herausfordert. Jedoch geht es bei dem Wettrennen nicht ganz mit rechten Dingen zu, denn die dem Igel sehr ähnlich sehende Frau stellt sich ohne das Wissen des Hasen am Ziel auf, und kann diesem entgegen rufen: „Ich bin schon hier!“ Dem Hasen ist der Sieg des Igels so unbegreiflich, dass er 74 weitere Male versucht, diesen zu schlagen und letztlich vor Erschöpfung stirbt.
Das Märchen, in welchem sinnbildlich der kleine Mann über den großen Herren triumphiert, gilt als ein sehr sozialkritisches Werk und erfreute sich so großer Beliebtheit, dass es später auch in die Brüder Grimmsche Sammlung der Kinder- und Hausmärchen aufgenommen wurde.
Aber auch in weiteren Geschichten spielt Buxtehude eine Rolle, so etwa in „Der Räuber Hotzenplotz“ von dem Kinderbuchautor Otfried Preußler, in Barbara Bartos-Höppners Bildband „Hein Schlotterbüx aus Buxtehude“ oder dem Buch „Entenjagd in Buxtehude“ von dem Autor James Watson.